Was ist ein Kredit ?

Als Kredit bezeichnet man eine Geldsumme, die von einer anderen Person oder aber einer Bank für einen vorgenannten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Kredite können sowohl von Unternehmen wie auch von Privatpersonen in Anspruch genommen werden, wenn das für die Investition notwendige Geld aktuell nicht zur Verfügung steht. Damit haben Sie mit Krediten die Möglichkeit, eine Anschaffung wie den Kauf eines Autos oder auch die Fahrt in den Urlaub sofort zu tätigen, ohne die hierfür notwendige Summe Monate oder Jahre anzusparen. Die Rückzahlung des Kredites erfolgt je nach Vereinbarung in monatlichen Raten oder am Ende der Laufzeit in einer Summe. Auch Kombinationen von Ratenzahlungen und einer Restschuld am Ende der Laufzeit sind möglich.

Kredite werden in den meisten Fällen von Banken vergeben. Alternativ bietet sich aber auch die Kreditaufnahme von Privat oder über Versicherungen an. Für die Abwicklung der Kreditgeschäfte fordert die Bank natürlich eine Entschädigung, den Kreditzins. Dessen Höhe orientiert sich an der jeweiligen Kreditart, der Laufzeit sowie der gewünschten Darlehenssumme und kann daher nicht pauschal genannt werden. Zudem finden sich enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Instituten. Es ist daher sinnvoll, die einzelnen Angebote zu prüfen und Konditionen zu vergleichen.

Inhaltsverzeichnis

Kredit als Chance von Finanzierungen

Wenn Sie größere Vorhaben planen, das hierfür notwendige Geld aber aktuell nicht zur Verfügung steht, sind Kredite die optimale Lösung. Wenn Sie beispielsweise ein neues Auto erwerben oder Ihre Traumimmobilie bauen wollen, können Sie dieses Vorhaben ganz oder teilweise mit einem Kredit bewältigen und dies als Chance der Finanzierung nutzen. Um einen Kredit nutzen zu können, ist jedoch ein festes monatliches Einkommen sowie eine positive Schufa-Auskunft notwendig. Zudem stehen für nahezu jedes Vorhaben individuelle Kreditangebote zur Verfügung, die sich durch unterschiedliche Laufzeiten, Zinssätze und Sicherheiten unterscheiden. Ein Vergleich der Angebote und natürlich deren Abschluss ist mittlerweile bequem online möglich.

Die verschiedenen Kreditarten

Je nach Vorhaben stellen die Banken unterschiedliche Kredite für Finanzierungen zur Verfügung. Wenn Sie lediglich kurzfristig Geld benötigen, ist ein Dispositionskredit oder auch ein Rahmenkredit ideal, da diese Darlehen, wenn sie einmal eingerichtet wurden, jederzeit und ohne Rückfrage bei der Bank zur Verfügung stehen. Die Rückzahlung der in Anspruch genommenen Gelder ist ebenso flexibel möglich. Für größere Anschaffungen hingegen eignet sich der Ratenkredit, der auch als Autokredit, Möbelkredit oder Urlaubskredit angeboten wird. Er wird mit Summen bis 50.000 Euro und mit Laufzeiten von maximal 120 Monaten offeriert und bietet so die Möglichkeit, die jeweilige Investition ganz nach Wunsch zu tätigen. Die Rückzahlung erfolgt mit festen monatlichen Raten, die während der Laufzeit unverändert bleiben. Für Immobilienfinanzierungen hingegen stehen spezielle Bau- und Immobilienkredite zur Verfügung, die sich durch lange Laufzeiten von bis zu 40 Jahren und natürlich höheren Kreditsummen auszeichnen.

Verfügungsrahmen (Dispokredit, Kreditkarte, Rahmenkredit)

Wenn Sie Wert auf Flexibilität legen, sind Verfügungsrahmen für Sie die ideale Kreditform. Wie der Name schon zeigt, wird hier auf einem Konto ein Kreditrahmen eingerichtet, der je nach Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Anders als bei klassischen Krediten, bei denen der Kredit mit Vertragsabschluss vollständig ausgezahlt wird, können Sie hier wählen, wann und in welcher Höhe sie Ihr Darlehen benötigen. Solange Sie den Kredit nicht nutzen, bleibt er kostenfrei. Erst mit Beanspruchung des Darlehensbetrages werden die vereinbarten Zinsen fällig. Beim Dispokredit handelt es sich um einen Verfügungsrahmen auf einem privaten Girokonto. Die Höhe des Kredites orientiert sich hier am monatlichen Nettoeinkommen und kann bis zum Dreifachen dessen betragen. Beim Rahmenkredit hingegen wird ein separates Kreditkonto angelegt. Auch hier haben sie die Möglichkeit, den Kreditrahmen ganz nach Bedarf zu nutzen und die Gelder entweder direkt zu verfügen oder aber auf Ihr Girokonto umbuchen zu lassen. Auch auf Kreditkartenkonten ist es möglich, einen Verfügungsrahmen einzurichten und diesen dann beispielsweise für Einkäufe im Internet oder auf Reisen im Ausland zu nutzen. Einheitlich ist jeweils, dass der Kredit nicht zeitlich befristet, sondern in der Regel “b.a.w.”, also “bis auf Weiteres”, zur Verfügung steht. Selbst dann, wenn der Kreditbetrag vollständig getilgt wurde, kann die Summe immer wieder neu in Anspruch genommen werden.

Zweckgebunden (Autokredit, Modernisierungskredit, Immobilienkredit, Umschuldungskredit)

Als zweckgebundene Darlehen werden Kredite bezeichnet, die für einen bestimmten Verwendungszweck, zum Beispiel den Kauf eines Autos oder die Renovierung der eigenen Immobilie, aufgenommen werden. Bereits bei Vertragsabschluss müssen Sie hier angeben, wofür die Gelder verwendet werden und welche Vorhaben finanziert werden sollen. In vielen Fällen werden Sie auch im Anschluss an die Kreditauszahlung aufgefordert, Belege für die Geldverwendung einzureichen. Bei Bauvorhaben können dies beispielsweise Handwerkerrechnungen oder Rechnungen des Architekten sein. So soll sichergestellt werden, dass die Gelder auch tatsächlich wie angegeben verwendet wurden. Bei Umschuldungskrediten überweist die neue Bank die noch offene Kreditsumme sogar meist direkt an die bisher finanzierende Bank, um die Ablösung zu garantieren. Der Grund für diese strenge Handhabung ist meist in der Absicherung der Kredite zu suchen. Bei Baufinanzierungen etwa dient die zu finanzierende Immobilie als Sicherheit. Nur dann, wenn die Gelder auch tatsächlich ins Haus fließen, hat dies schließlich den von der Bank ermittelten Wert und kann bei Nichtzahlung der Darlehensraten verwertet werden. Gleiches gilt bei Autokrediten, bei denen das Fahrzeug als Sicherheit genutzt wird. Bei Umschuldungskrediten hingegen wollen die Banken sicher gehen, dass die Altkredite inklusive der dazugehörigen Raten auch wirklich abgelöst werden, da andernfalls womöglich eine Überschuldung droht.

Zweckungebunden (Ratenkredit, Konsumentenkredit, Kleinkredit, Schnellkredit, Onlinekredit, Kredit ohne Schufa)

Darlehen, die ohne einen festen Verwendungszweck vergeben werden, bezeichnet man auch als zweckungebundene Darlehen. Zu ihnen gehören Ratenkredite ebenso wie Schnellkredite, Onlinekredite oder Kredite ohne Schufa. Im Kreditantrag müssen Sie bei diesen Darlehen also nicht angeben, wofür Sie die Gelder verwenden. In der Regel werden auch keine Sicherheiten gebraucht. Mit Auszahlung des Kreditbetrages können Sie die Gelder also ganz nach Wunsch verwenden. Dies macht es möglich, dass Kredite standardisiert abgewickelt werden und Sie den Kleinkredit auch bequem online aufnehmen können, um hiermit entweder den kommenden Urlaub, eine neue Couch oder eine größere Feier zu finanzieren.

Ausleihvolumen (Kleinkredit, Konsumentenkredit)

Beim Ausleihvolumen handelt es sich um das bei einem Kredit angebotene Kreditvolumen. Dieses unterscheidet sich je nach Kreditart und beträgt etwa bei Kleinkrediten 500 – 5.000 Euro. Damit eignet sich dieser Kredit auch für kleinere Vorhaben wie etwa eine Urlaubsreise oder die Ablösung eines vorhandenen Dispositionskredites. Werden größere Kreditsummen benötigt, stehen alternativ Konsumentenkredite zur Verfügung, die auch als Ratenkredite bezeichnet werden. Diese werden von vielen Banken erst ab einem Ausleihvolumen von 1.500 Euro vergeben, die maximalen Kreditsummen können je nach Institut allerdings bis zu 50.000 – 75.000 Euro betragen.

Kredite für Personengruppen (Selbstständige & Freiberufler, Beamtenkredit, Studentenkredit)

Für einige Personengruppen stehen bei den Banken besondere Darlehen zur Verfügung. Dies gilt beispielsweise für Studenten, die auf einen speziellen Studentenkredit für die Finanzierung ihres Studiums zurückgreifen können. Dieser Kredit wird nicht in einer Summe, sondern in monatlichen Raten ausgezahlt und kann so als “Ersatzeinkommen” genutzt werden. Studenten sollen sich so möglichst ohne Nebenjob ganz auf ihr Studium konzentrieren können. Die Rückzahlung der Darlehenssumme erfolgt daher auch erst nach Abschluss des Studiums. Auch Beamte können vielfach auf besondere Darlehen zurückgreifen. Beamtenkredite zeichnen sich durch eine Kombination von Lebensversicherung und tilgungsfreiem Darlehen aus und werden besonders günstig angeboten. Hintergrund ist das regelmäßige und sichere Einkommen von Beamten, welches sie zu begehrten Kreditkunden werden lässt. Freiberufler und Selbstständige haben es hingegen häufig schwer, Kredite zu bekommen, da sie selten über ein monatlich gleich bleibendes Einkommen verfügen. Kredite für Selbstständige und Freiberufler sind daher zumeist dadurch gekennzeichnet, dass diese nur gegen Sicherheiten vergeben werden. Auch eine Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse inklusive der Einreichung von Bilanzen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen ist nötig.

Besicherung (Kredit mit Bürgschaft, Kredit mit zweitem Kreditnehmer, Immobilienkredit)

Mit der Vereinbarung von Sicherheiten schützt sich die Bank vor Zahlungsausfall, denn die jeweiligen Sicherheiten können bei Nichtzahlung der Kreditraten oder bei einer Insolvenz des Schuldners entsprechend verwertet werden. Zu den am häufigsten genutzten Sicherheiten gehört die Grundschuld, die ins Grundbuch einer Immobilie eingetragen wird. Muss ein Kredit gekündigt werden, kann die Bank die jeweilige Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung verwerten und das Geld zur Tilgung der noch offenen Kreditsumme einsetzen. Eine weitere Möglichkeit der Absicherung bieten Kredite mit Bürgschaften. Als Bürge kommen alle natürlichen Personen in Frage, deren Bonität einwandfrei ist und die auf ein festes monatliches Einkommen zurückgreifen können. Sollte der Kreditnehmer die Raten nicht mehr zahlen können, wird sich die Bank direkt an den Bürgen wenden. Eine vorherige Zwangsvollstreckung ist insbesondere bei der am häufigsten genutzten selbstschuldnerischen Bürgschaft nicht nötig. Ähnlich verfährt die Bank bei Krediten mit zwei Kreditnehmern. Auch hier haben die Institute die Möglichkeit, sich an beide Kreditnehmer zu wenden, um ihren Kredit einzutreiben. Beide Kreditnehmer haften dabei zu 100 Prozent.

Geldgeber (Bank, Privatperson, Arbeitgeber, Policendarlehen)

Als Geldgeber für einen Kredit treten in den meisten Fällen Banken auf. Doch auch Privatpersonen haben die Möglichkeit, einen Kredit zu vergeben. Der am häufigsten vergebene Privatkredit ist ein Familiendarlehen, das an Familienangehörige vergeben wird. Auf Plattformen im Internet werden mittlerweile Privatkredite aber auch von fremden Personen angeboten. So ist es möglich, den Kredit ohne Zwischenschaltung einer Bank abzuschließen. Als Kreditgeber kommen zum anderen aber auch Arbeitgeber in Frage. Das Arbeitgeberdarlehen wird häufig zinsgünstiger als der Bankkredit vergeben, die Raten können zudem direkt über die Lohnabrechnung gebucht werden. Letztlich können auch Versicherungen als Kreditgeber auftreten, etwa wenn eine bestehende Lebens- oder Rentenversicherung vorfinanziert wird. Durch das Policendarlehen muss die bestehende Versicherung nicht aufgelöst und kann bis zum Vertragsende fortgeführt werden. Mit Auszahlung der Versicherungssumme wird dann das Policendarlehen vollständig abgelöst. Aufgrund der vollständigen Absicherung sind diese Darlehen meist ebenfalls sehr günstig.

Ablauf der Kreditvergabe

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen wollen, sollten sie zuerst prüfen, wie viel Geld Sie von der Bank tatsächlich benötigen. Hierzu muss der gesamte Geldbedarf ermittelt und schließlich vorhandenes Eigenkapital abgezogen werden. Steht fest, wie viel Geld gebraucht wird und welches Darlehen in Frage kommt, können die verschiedenen Kredite einem Vergleich unterzogen werden. Diese ist bequem online in wenigen Minuten möglich. Wurde schließlich eine günstige Bank gefunden, kann direkt der Darlehensvertrag gestellt werden. Auch dies ist mittlerweile über das Internet möglich. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Kreditantrag vollständig ausgefüllt und alle für die Kreditentscheidung notwendigen Unterlagen beigefügt werden. Auch die Kreditbedingungen sollten schon jetzt genau geprüft werden. Wird der Antrag bei einer Direktbank gestellt, muss zudem eine Identitätsprüfung vorgenommen werden, denn die Banken müssen genau wissen, wem sie einen Kredit vergeben. Die Identitätsprüfung kann entweder im Online-Verfahren oder über eine Filiale der Deutschen Post im Post-Ident-Verfahren erfolgen. Liegen alle Unterlagen bei der Bank vor, kann hier eine Kreditentscheidung getroffen werden. Die Entscheidung wird dann nach zwei bis drei Tagen schriftlich mitgeteilt. Bei Ratenkrediten erfolgt die Auszahlung des Kreditbetrages in der Regel noch am gleichen Tag und steht 2-3 Tage später auf dem Girokonto zur Verfügung.

So läuft eine Kreditvergabe ab:

PostIdent-Verfahren versus Online-Identifizierung

Vor einer Kreditvergabe müssen sich die Banken vergewissern, mit wem das Geschäft abgeschlossen wird. Bei einem Filialkredit wird hierzu der Ausweis vorgelegt. Bei Onlineabschlüssen nutzen die meisten Banken das PostIdent-Verfahren, bei dem ein Mitarbeiter der Deutschen Post die Ausweisdaten des Kunden überprüft und der Bank gegenüber bestätigt. Zusätzlich bieten einige Institute jetzt die Online-Identifizierung als Alternative an. Hierbei wird via Webcam Kontakt mit der Bank aufgenommen. Sowohl die Vorderseite wie auch die Rückseite des Ausweises müssen vorgezeigt und von geschulten Mitarbeitern überprüft werden. Wurde der Ausweis korrekt erkannt, erhalten Sie eine ID, die im Chatfenster eingegeben werden kann. Im Anschluss kann der Kreditantrag versandt werden. Die Online-Identifizierung hat dabei den Vorteil, dass Sie als Kreditnehmer das Haus nicht mehr verlassen müssen. Die Webcam muss jedoch eine gute Bildqualität liefern, denn andernfalls ist eine Legitimation nicht möglich.

Bedingungen der Kreditvergabe

Um einen Kredit erhalten zu können, müssen Sie als Kreditnehmer sowohl kreditwürdig wie auch kreditfähig sein. Kreditfähig sind grundsätzlich alle volljährigen Menschen. Kreditwürdig hingegen ist man nur dann, wenn ein monatlich festes Einkommen zur Verfügung steht, um die Raten übernehmen zu können. Dieses Einkommen muss mittels Gehalts- oder Rentenbescheiden belegt werden können. Um zu prüfen, ob die Rate finanziert werden kann, wird eine Haushaltsrechnung aufgestellt, die auch alle bisher bereits vergebenen Kredite zeigt. Können diese sowie die Lebenshaltungskosten finanziert werden, ist eine erneute Kreditvergabe möglich. Zuletzt werden noch die Daten der Schufa überprüft. Hier dürfen keine Negativmerkmale enthalten sein.

Diese Voraussetzungen gelten für eine Kreditvergabe:

Die richtige Laufzeit wählen

Ratenkredite werden in der Regel mit Laufzeiten von 6-120 Monate vergeben. Als Kreditnehmer können Sie individuell entscheiden, welche Laufzeit gewählt wird. Dabei gilt, dass die monatliche Rate mit zunehmender Laufzeit immer geringer wird. Die Kreditkosten jedoch steigen. Bei kürzeren Laufzeiten hingegen müssen Sie mit einer höheren Rate rechnen, können aber häufig bei den Zinskosten sparen. Bei der Vereinbarung der Kreditlaufzeit sollten Sie außerdem das jeweilige Finanzierungsobjekt berücksichtigen. Die Kreditlaufzeit sollte hier der Lebenszeit des Objektes entsprechen, denn andernfalls müssen noch Kredite für bereits wertlos gewordene Dinge bezahlt werden. Autos sollten daher maximal vier bis fünf Jahre finanziert werden, ein Kühlschrank hingegen sollte nach drei Jahren abbezahlt sein. Bei einer Immobilie ist es jedoch möglich, Laufzeiten von 30-40 Jahren zu vereinbaren, denn Immobilien sind wertstabil und daher auch noch nach Jahrzehnten zu veräußern.

Der Kredit und die Auskunftei

Wird ein Kreditantrag gestellt, müssen Sie immer auch die Schufa-Klausel unterschreiben. Sie ermöglicht der Bank einen Einblick in die hier gespeicherten Daten, die auch als Basis der Kreditvergabe genutzt werden. Zu erkennen sind neben eröffneten Konten auch genutzte Kredite und Kreditkarten. Die Banken können so also auch den Verschuldungsgrad eines jeden Schuldners ermitteln. Sollte eine Rechnung bei einem angeschlossenen Unternehmen nicht bezahlt worden sein, wird auch dies der Schufa gemeldet. Derartige Einträge sind ebenso wie gekündigte Kredite Negativmerkmale. Eine erneute Kreditvergabe wird in diesen Fällen immer abgelehnt.

Das Schufa Scoring

Beim Schufa Scoring handelt es sich um einen Punktewert zwischen 0 und 100, der von der Schufa anhand der hier gespeicherten Daten ermittelt wird. Der Wert zeigt an, ob ein Kreditkunde auf Grundlage statistischer Werte kreditwürdig ist oder nicht. Welche Daten im Einzelnen den Schufa-Score beeinflussen, gibt die Schufa selbst nicht preis. Es ist allerdings bekannt, dass sowohl Höhe und Anzahl der vergebenen Kredite wie auch der Wohnort sowie eröffnete Konten und genutzte Kreditkarten eine Rolle spielen. Auch das Alter des Kreditnehmers dient als Grundlage. Der Schufa-Score wird bei einer Kreditanfrage und der dazu gehörenden Schufa-Abfrage immer gemeldet und von den Banken ohne Prüfung weiter verwendet. Die aktuellen Werte können auf Wunsch auch bei der Schufa angefragt werden, für Privatpersonen ist die Abfrage einmal pro Jahr kostenfrei.

Kredit ohne Schufa

Kreditnehmer, die aufgrund eines negativen Schufa-Eintrages keinen Kredit mehr erhalten, können auf Kredite ohne Schufa zurückgreifen. Sie werden von Instituten aus dem Ausland, beispielsweise aus der Schweiz, vergeben und in Deutschland über das Internet vermittelt. Die dortigen Banken sind meist nicht der Schufa angeschlossen und können daher keine Abfragen tätigen. Ausschlaggebend für die Kreditvergabe sind hier einzig die persönliche Kreditwürdigkeit, also ein gesichertes Einkommen und eine feste Beschäftigung. Können diese nachgewiesen werden, kann der Kredit auch bei negativer Schufa vergeben werden.

Unseriöse Kreditvermittler erkennen

Kredite müssen heutzutage nicht mehr bei einer Bank, sondern können auch über Vermittler abgeschlossen werden. Viele dieser Vermittler arbeiten durchaus seriös, mitunter gibt es aber auch unseriöse Offerten, die bei genauer Prüfung zu erkennen sind. Als unseriös gelten beispielsweise Vermittler, die Gebühren für einen Kreditvergleich berechnen oder bereits bei der Einreichung eines Kreditantrages Vorab-Gebühren berechnen. Nicht selten sind diese Anbieter nach Eingang des Geldbetrages nicht mehr zu erreichen. Das Geld ist weg. Auch dann, wenn Kredite besonders günstig angeboten werden oder wenn Prüfsiegel und Auszeichnungen fehlen, sollten Sie vorsichtig sein und die Angebote genauer überprüfen. Auch zeitlicher Druck (“Schließen Sie unbedingt noch heute ab, sonst ist der Kredit weg”) ist kein Anzeichen für Seriosität, denn seriöse Vermittler geben Ihnen Zeit, das Kreditangebot genau zu lesen und zu vergleichen. Gleiches gilt, wenn Sie Zusatzprodukte wie Bausparverträge oder Versicherungen abschließen sollen, um die Kreditgenehmigung positiv zu beeinflussen. Kreditvergaben werden immer auf Basis der Kreditwürdigkeit vergeben, Zusatzprodukte nehmen hier keinen Einfluss. Sollten Sie eines dieser Merkmale erkennen, ist unbedingt Vorsicht geboten. Eventuell können Online-Bewertungen anderer Kreditnehmer oder weitere Informationen im Internet helfen, das jeweilige Angebot zu beurteilen.

So erkennen Sie unseriöse Kreditanbieter:

Kreditbearbeitungsgebühren

Für die Bearbeitung eines Kreditantrages berechneten die Banken viele Jahre Kreditbearbeitungsgebühren. Diese betrugen bei Immobilienkrediten 0,5-1 Prozent der Kreditsumme, bei Ratenkrediten wurden bis zu drei Prozent fällig. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass diese Gebühren nicht mehr erhoben werden dürfen, denn die Banken arbeiten schließlich im eigenen Interesse. Sie wollen ja wissen, welcher Kunde kreditwürdig ist, um ihr Risiko bei der Kreditvergabe auszuschließen. Für künftige Kredite dürfen daher keine Kreditbearbeitungsgebühren mehr berechnet werden.

Rückforderung der Kreditbearbeitungsgebühren

Im Mai 2014 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Kreditbearbeitungsgebühren der Banken rechtswidrig berechnet wurden. Als Bankkunde haben Sie nun mit einer Frist von drei Jahren die Möglichkeit, berechnete Gebühren zurück zu fordern. Im Oktober 2014 wurde die Verjährung kurzzeitig auf zehn Jahre verlängert, die Forderung musste aber bis Dezember 2014 bei der Bank eingehen. Ab sofort gilt wieder die Verjährungsfrist von drei Jahren zum Ende eines Kalenderjahres. Wenn Sie also im Jahr 2012 Kreditbearbeitungsgebühren gezahlt haben, können Sie diese noch bis Dezember 2015 geltend machen. Im Internet stehen hierzu Musterschreiben zur Verfügung, die Sie einfach ausdrucken und mit Ihren persönlichen Daten (Kreditvertragsnummer, Abschlussdatum, Höhe der Gebühren) füllen können.

Welche Unterlagen werden bei der Kreditaufnahme benötigt

Um die Bonitätsprüfung bei Kunden vornehmen zu können, benötigen die Banken verschiedene Unterlagen. Hierzu gehört zum einen der Kreditantrag, der über Name, Anschrift und Geburtsdatum des Kreditsuchenden sowie die gewünschte Darlehenssumme informiert. Im Antrag werden außerdem Angaben zum Einkommen sowie zu bereits vorhandenen Krediten gemacht. Da sich die Banken allein auf Ihre Angaben nicht verlassen können, müssen Sie diese belegen. Das Einkommen beispielsweise wird mittels Gehalts- oder Lohnnachweisen bzw. Rentenbescheiden nachgewiesen. Bei Selbstständigen wird die Einreichung von Bilanzen oder betriebswirtschaftlichen Auswertungen gefordert. Um die Zahlungsmoral beurteilen zu können, müssen vielfach auch Kontoauszüge eingereicht werden. Wird eine Sicherheit benötigt, müssen ggf. auch hierfür entsprechende Unterlagen vorgelegt werden. Bei Grundschulden gehören hierzu neben der Flurkarte und des Grundbuchauszuges auch Objektbilder, die eine nähere Beurteilung der Immobilie möglich machen sollen.

Diese Unterlagen werden für die Kreditaufnahme benötigt:

Für wen lohnt sich eine Umschuldung mit einem neuen Kredit

Eine Umschuldung mit einem neuen Kredit ist vielfach dann sinnvoll, wenn das Zinsniveau seit Abschluss des Erstvertrages deutlich gesunken ist. Haben Sie beispielsweise vor zwei bis drei Jahren einen Ratenkredit zu 9 Prozent Zinsen abgeschlossen, können Sie diesen heute je nach Bonität für 3-4 Prozent vereinbaren. Eine vorzeitige Kündigung und eine Ablösung mit dem neuen Kredit spart Ihnen somit deutlich Zinskosten. Ist Ihre Bonität hingegen seit Kreditvergabe gesunken, weil sich etwa Ihr Einkommen reduziert hat, können Sie womöglich nicht von diesen niedrigen Zinsen profitieren. In diesem Fall sollte das bestehende Darlehen nicht gekündigt sondern bis zum Ende der Laufzeit fortgeführt werden. Im Rahmen einer Umschuldung kann es außerdem sinnvoll sein, mehrere kleinere Kredite zu einem größeren Darlehen zusammen zu legen. Hierdurch wird nicht nur die Übersicht über vorhandene Kredite erhöht, meist kann auch die monatliche Rate gesenkt werden. Auch hier gilt jedoch, dass Sie sich als Kreditnehmer vorab über die neuen Darlehenskonditionen erkundigen sollten, um Zusatzkosten zu vermeiden. Ein Onlinevergleich gibt hier schnell Auskunft.

Restschuldversicherung – Überflüssig und teuer

Beim Abschluss von Ratenkrediten bieten viele Banken auch eine Restschuldversicherung an, die im Todesfall, bei Arbeitslosigkeit sowie bei Arbeitsunfähigkeit Schutz bieten soll. Im Todesfall etwa übernimmt die Versicherung die Restsumme und sorgt so für eine vollständige Kredittilgung. Bei Arbeitslosigkeit sowie bei Arbeitsunfähigkeit hingegen werden die monatlichen Raten übernommen. Die Bedingungen, zu denen die Versicherungen leisten, sind jedoch in vielen Fällen nur schwer nachzuvollziehen. So muss die Versicherung im Fall von Arbeitslosigkeit oft bereits ein Jahr bestanden haben, ehe die Versicherung überhaupt leistet. Bei befristeten Beschäftigungen können Sie ohnehin keine Leistungen geltend machen. Auch bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheiten sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen, ehe die Versicherung die Raten wirklich übernimmt. Außerdem muss beachtet werden, dass die Raten nur für zwölf Monaten übernommen werden. Im Anschluss müssen Sie als Kreditnehmer hierfür wieder allein aufkommen. Hinzu kommt, dass die Angebote oft sehr teuer sind. Da die Versicherungsprämie zudem als Gesamtbetrag auf den Kredit aufgeschlagen wird, muss sie über die monatliche Rate mit finanziert werden. Neben einer höheren Rate sind daher auch höhere Kreditzinsen zu tragen. Es ist daher besser, auf Alternativen zur Restschuldversicherung zurückzugreifen. Hierzu gehören die Risikolebensversicherung sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung, die als Individualverträge ohnehin besser auf Ihre persönliche Lebenssituation zugeschnitten werden können.

Wovon hängen Zinsen ab

Die Zinsen für einen Kredit sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Dies ist zum einen der Leitzins der Europäischen Zentralbank. Er gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen können. Je günstiger der Leitzins ist, desto günstiger sind daher auch die Kreditzinsen. Daneben spielt aber auch die persönliche Bonität eines Kunden eine wichtige Rolle, denn je höher die Wahrscheinlichkeit für einen Kreditausfall ist, desto mehr Rücklagen müssen die Banken bilden. Da Rücklagen auch Kosten verursachen, werden in diesen Fällen die Kreditzinsen erhöht, um die Kosten auszugleichen. Die Banken nutzen für die Bewertung ein individuelles Scoring, bei dem Werte zwischen 1-6 (ähnlich den Schulnoten) ermittelt werden. Grundlage des Scorings sind neben dem Familienstand, dem Alter und dem Wohnort auch die Höhe des Einkommens, der monatliche Haushaltsüberschuss sowie der Verschuldungsgrad. Dabei gilt, dass das Scoring umso besser ausfällt, je höher das Einkommen ist und je mehr Geld monatlich übrig bleibt. Da sich bei Kreditnehmern mit geringem Einkommen die Kreditzinsen erhöhen kann es sinnvoll sein, den Kredit mit zwei Kreditnehmern anzufragen. Können nämlich zwei Einkommen nachgewiesen werden, besteht für die Bank eine entsprechend höhere Sicherheit und die Kreditzinsen sinken.

Auf die Bonität von Kreditnehmern nimmt letztlich auch der Schufa-Score einen wichtigen Stellenwert ein. Er zeigt die von der Schufa ermittelte Kreditausfallwahrscheinlichkeit, die von den Banken für ihr Scoring übernommen wird. Um zu erfahren, welche Daten die Schufa speichert und welcher Score-Wert aktuell berechnet wird, haben Privatkunden einmal pro Jahr die Möglichkeit einer Eigenauskunft. Diese kann online auf den Seiten der Schufa beantragt werden.

Davon sind die Kreditzinsen abhängig:

Augen auf beim Kredit ohne Schufa

Der Kredit ohne Schufa wird von zahlreichen Kreditvermittlern angeboten. Vor dem Abschluss ist es jedoch wichtig, die Angebote genau zu überprüfen, denn in diesem Bereich sind mitunter Abzocker aktiv. Man erkennt sie zum Beispiel an Vorkosten, die für die Einreichung des Kreditantrages oder ein Kreditangebot berechnet werden. Seriöse Anbieter hingegen nehmen den Antrag ohne Gebühren entgegen und erstellen auch ein kostenfreies und unverbindliches Angebot. Um dieses zu prüfen, steht natürlich ausreichend Zeit zur Verfügung. Anbieter, die auf einen Abschluss drängen, haben nicht selten etwas zu verheimlichen. Auch der Abschluss von Zusatzverträgen darf für eine Kreditaufnahme nicht entscheidend sein. Letztlich sind seriöse Vermittler nicht über teure Servicerufnummern erreichbar, sondern stehen über klassische Telefonnummern zur Verfügung.

Der Kreditzins hängt vom Leitzins ab

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank ist für die Banken in Deutschland enorm wichtig. Er zeigt an, zu welchem Zins sie sich Geld von der Zentralbank leihen können, um dieses als Kredit zu vergeben. Damit gilt, dass der Kreditzins steigt, wenn auch der Leitzins angehoben wird, denn auch die Banken müssen in diesem Fall höhere Zinsen an die Zentralbank entrichten. Im Gegensatz hierzu sinken die Darlehenszinsen, wenn die EZB die Leitzinsen reduziert, da die Banken dann Geld zu günstigen Konditionen leihen können. Zusätzlich unterscheidet man zwischen bonitätsabhängiger und bonitätsunabhängier Verzinsung. Bei der bonitätsunabhängigen Verzinsung gilt der genannte Zins für alle Kreditnehmer einheitlich. Bei der bonitätsabhängigen Verzinsung hingegen wird auch die Bonität des Kreditnehmers in die Zinsberechnung einbezogen. Dabei gilt, dass die Kreditzinsen umso niedriger sind, je besser die Bonität bewertet wird. Die Werbezinsen der Institute beziehen sich in diesem Fall auf einen Durchschnittszins, den 2/3 aller Kreditnehmer erhalten. Je nach Bonität kann dieser dann nach Einreichung der Kreditunterlagen und Ermittlung der Bonität individuell sowohl höher wie auch niedriger ausfallen.

Nicht nur auf den Kreditzins achten

Beim Vergleich von Kreditangeboten ist es wichtig, nicht nur auf die Kreditzinsen zu achten. Zwar spielen die Kosten eine wichtige Rolle, es kann jedoch sinnvoll sein, einen etwas höheren Zins zu akzeptieren, um die Flexibilität zu erhöhen. So bietet es sich beispielsweise an, einen Kredit mit Sondertilgungen zu wählen. Bei diesen Darlehen können Sie während der Laufzeit nicht nur die vereinbarten Raten überweisen, sondern auch zusätzliche Gelder für die Kreditrückzahlung verwenden. Gerade bei Baufinanzierungen sind Sondertilgungsoptionen besonders wichtig, da die Gelder sofort zur Kredittilgung verwendet werden und damit auch die Zinsbelastung reduzieren. Für Flexibilität sorgt außerdem eine Tilgungsänderungsoption. Mit ihr ist es möglich, die Höhe der Rate einmal oder zweimal pro Jahr nach oben sowie nach unten anzupassen. Sie können damit auf mögliche Gehaltsveränderungen reagieren und Ihren Kredit auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Letztlich bieten immer mehr Banken die Möglichkeit, die Kreditrate für einige Zeit auszusetzen. Sogar Stilllegungen für bis zu drei Monate werden angeboten. In dieser Zeit müssen Sie also keine Raten an die Bank überweisen. Erst im Anschluss an die Stilllegung wird der Kredit fortgeführt.

Diese Optionen sind bei Krediten sinnvoll:

Kann ein Kredit frühzeitig gekündigt / aufgelöst werden?

Bei der Frage nach einer vorzeitigen Kreditauflösung müssen die verschiedenen Kreditvarianten betrachtet werden. Bei Dispositions- und Rahmenkrediten besteht in der Regel keine feste Laufzeit. Rückzahlungen sind damit jederzeit und in voller Höhe möglich. Bei Ratenkrediten hingegen vereinbaren viele Banken eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Nach Ablauf dieser Frist kann der Kredit zurückgezahlt werden. Immobiliendarlehen hingegen sind langfristige Darlehen und können daher nur schwer vorzeitig zurückgezahlt werden. Eine Kündigung ist hier erst nach Ablauf der Zinsbindung oder nach Ablauf von zehn Jahren möglich. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall sechs Monate. Sowohl bei Ratenkrediten wie auch bei Immobiliendarlehen haben die Banken zudem die Möglichkeit, so genannte Vorfälligkeitskosten zu berechnen. Sie sollen den Verlust der Bank ausgleichen, die ja schließlich bis zum Ende der Laufzeit mit den Kreditzinsen gerechnet hat. Wie hoch die Vorfälligkeitsentschädigung im Einzelnen ist, muss bei der jeweiligen Bank angefragt werden. Diese erstellt dann eine individuelle Berechnung. Auf dieser Basis kann dann entschieden werden, ob eine vorzeitige Kündigung tatsächlich sinnvoll ist.

Was Kreditnehmer als Werbungskosten steuerlich geltend machen können

Bei einer Kreditaufnahme ist es unter Umständen möglich, einen Teil der Kosten steuerlich geltend zu machen. Investoren beispielsweise, die eine Wohnimmobilie erwerben und diese Vermieten, können die Zinsen als Werbungskosten den Mieteinnahmen gegenrechnen. Die zu versteuernde Summe sowie die Steuerlast werden so gesenkt. Auch Selbstständige und Freiberufler, die sich für einen Autokredit entscheiden, können die Zinskosten beim Finanzamt angeben und mit den Einnahmen aus der selbstständigen Beschäftigung verrechnen. Dies gilt nicht nur für den klassischen Autokredit, sondern auch für das Autoleasing. Bei dieser Art Automiete können die Kosten sogar vollständig angerechnet werden. Steuerberater können helfen, die jeweils beste Finanzierungsform zu finden und die mögliche Steuerentlastung zu berechnen.

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